Esther Bejarano Rolf Becker

 

15. Mai 2021 – Hamburg liest und setzt damit
ein Lese-Zeichen gegen rechts

Wir rufen die Hamburgerinnen und Hamburger auf:

KOMMT UND LEST! aus Büchern, die 1933 von den Nazis verbrannt wurden.


Lasst uns ein deutliches Lese-Zeichen setzen gegen rechts am
Sonnabend von 14 bis 16 Uhr (umsonst & draußen)
mit der 21. Marathonlesung aus den verbrannten Büchern.

 

Eröffnung mit Esther Bejarano und Peggy Parnass

Pandemiebedingt nur Kurzlesung.

 

Genau dort, wo am 15. Mai 1933 NS-Studentenorganisationen und Burschenschaftler Bücher verbrannten.
In diesem Jahr nur im symbolischen Kleinformat, aber wir lesen –
auf dem Platz und im Netz:


Ort: Platz der Bücherverbrennung
Kaiser-Friedrich-Ufer/Ecke Heymannstraße
Hamburg-Eimsbüttel am Isebek-Kanal, Metrobus 4, Haltestelle KaiFU.

 

Lesen Sie selbst vor:

Ein Gedicht oder einen Text aus einem der verbrannten Bücher.

Mit Abstand und Maske.

Pandemiebedingt: Bitte in diesem Jahr eigene Texte mitbringen.



Einfach nur zuhören ist natürlich auch ausdrücklich erwünscht.
Aber bitte nur immer 25 Menschen drumherum.

Und wir beachten natürlich das Abstandsgebot (bitte 2 Meter).

 
Auch in diesem Jahr wollen wir die
Lesung wieder digital auf unserer Webseite veranstalten:
Macht mit und schickt uns DATEIEN oder LINKS eurer persönlichen Lesungen aus den verbrannten, verbotenen und verbannten Büchern
[mp3, mp4, vimeo oder youtube] mit kleinen Beiträgen (ca. 5 - 7 Minuten) an:

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Hier gibt es eine Liste von betroffenen Autor*innen,
deren Texte nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen.
Darüber hinaus bitte besonders bei digitalen Lesungen Autor*innenrechte beachten.
Bitte jeweils kurz den/die Autor*in angeben, wer mag, auch gern den eigenen Namen oder auch nur den Vornamen.

 

Wer mag, kann eigeninitiativ auf dem Platz der Bücherverbrennung weiterlesen,
ohne Mikrofon, mit Abstand und Maske.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des Monats des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel

Weiteres Material zum Herunterladen finden Sie hier

Arbeitskreis „Bücherverbrennung – nie wieder!“, unterstützt durch:
Bücherhallen Hamburg, Fachschaftsrätekonferenz der Universität Hamburg,
Auschwitz-Komitee in der BRD e.V., ver.di Hamburg, PEN Deutschland,
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – BdA, Hamburg,
KZGedenkstätte Neuengamme, GEDOK, Hamburg,
Eimsbütteler Turnverband – ETV Hamburg und weitere Organisationen

Kontakt: Helga Obens, Tel.: 0175 93 74 44 6, Fax: 040 380 178 538 74
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gedenken und Erinnern beginnt in unserer Nachbarschaft

Zum achten Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel April/Mai 2021

„Bleib erschütterbar – und widersteh.“
(Peter Rühmkorf) nachzulesen auf www.gedenken-eimsbuettel.de

Auf unseren Drucksachen sind acht Kinder zu sehen, Kinder, die hier in Eimsbüttel gelebt haben, bis sie in Deportationszügen von Hamburg aus in den Tod geschickt wurden – weil sie jüdisch waren. Zwei von ihnen haben trotzdem überlebt, eines von ihnen ist Ruth Dräger, geb. Geistlich. Wir freuen uns, dass sie hier in Eimsbüttel lebt.

Sensibilität, Gefahrenbewusstsein und Widerstandskraft fordert Hamburgs Dichter Peter Rühmkorf mit diesen Zeilen aus dem Jahr 1979 von seinen Leser*innen. Erschütterbarkeit müsste er vier Jahrzehnte später immer noch einfordern, wenn im letzten Herbst in Eimsbüttel vor der Synagoge ein Student attackiert wird, der eine Kippa trägt, wenn bei antisemitischen und rassistischen Übergriffen gleichgültig weggesehen wird, wenn Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken oder auf Moria menschenunwürdig hausen müssen. Viele Kinder sind betroffen und Helfende werden allzu oft behindert oder allein gelassen.

   

Termine  

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