Lesen, lesen, lesen!

13.08.2021

Die Zentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg ist seit Jahren Ziel von Attacken aus dem Spektrum der sogenannten „Reichsbürger.“ Vor kurzem zerschnitten bisher noch unbekannte Täter nun sieben Bücher von Autoren, die sich mit der radikalen Rechten auseinandersetzen, sowie Biografien aus der Geschichte des Sozialismus. Ver.di Berlin-Brandenburg schließt sich dem Leiter der Zentralbibliothek an und empfiehlt seinen Mitgliedern, jetzt diese Bücher zu lesen, um sich mit den Demokratiefeinden und rechter Militanz auseinanderzusetzen – und ein Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen.


Die Täter zerschnitten die Bücher, der Schaden beläuft sich auf etwa 120 Euro. Seit Jahren liegen immer wieder Flyer aus dem rechten Spektrum zwischen den Büchern in der Zentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg. Unbekannte schmieren Parolen aus dem sogenannten „Reichsbürger“-Spektrum auf den Gehweg oder beschädigen Stolpersteine, die an die Opfer des Nazi-Regimes erinnern.


Die Zentralbibliothek hat sich nun entschieden, die Vorfälle öffentlich zu machen. Der Leiter der Zentralbibliothek, Boryano Rickum, empfiehlt auf Twitter die Lektüre der Bücher: „Lasst uns gemeinsam aus diesem Vorfall einen wunderschönen Akt prodemokratischer Bewusstseinsbildung machen, indem wir Bücher lesen und reflektieren, statt sie zu zerstören.“


„Dem möchten wir uns als Gewerkschaft mit vielen Mitgliedern, die in den Berliner Bibliotheken arbeiten, sehr gerne anschließen“, sagt Andrea Kühnemann, die stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Berlin-Brandenburg. „Wir legen daher allen unseren Mitgliedern die Lektüre der sieben Bücher ans Herz: aus Solidarität und weil es wichtig ist, sich immer wieder mit Rechtsradikalen und ihren geistigen Brandstiftern auseinanderzusetzen.“


Dies sind die sieben Bücher: Andreas Speit: „Völkische Landnahme: alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos“, Patrick Stegemann und Sören Musyal: „Die rechte Mobilmachung: Wie radikale Netzaktivisten die Demokratie angreifen“, Patrick Schlaffer: „Hass. Macht. Gewalt.: ein Ex-Nazi und Rotlicht-Rocker packt aus“, Wolfgang Wippermann: „Denken statt denkmalen: Gegen den Denkmalwahn der Deutschen“, Michael Kraske: „Der Riss: wie die Radikalisierung im Osten unser Zusammenleben zerstört“, Robert Misik: „Marx für Eilige“, Lou Zucker: „Clara Zetkin - eine rote Feministin“


Für Rückfragen: Andrea Kühnemann, Tel.: 0160.98577072



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